Kauf
von Brandauer RA
Schwerpunkt

Unternehmenskaufvertrag (SPA).

Das Herzstück der Transaktion: vom Aufbau des Vertrags über Signing und Closing bis zur Vollzugsmechanik.

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Salzburger Kanzlei für Unternehmens-, Gesellschafts- und Transaktionsrecht

Hinter jeder Transaktion steht ein eingespieltes Team aus Rechtsanwälten, Juristen und Spezialisten. Fragen rund um den Unternehmenskauf prüfen wir mit Blick auf Struktur, Vertrag, Steuern und Haftung.

Der Unternehmenskaufvertrag bündelt alle wirtschaftlichen und rechtlichen Vereinbarungen einer Transaktion in einem Dokument. Ob als Share Purchase Agreement oder als Asset Purchase Agreement: Das SPA regelt Kaufgegenstand, Kaufpreis, Garantien und den genauen Ablauf des Vollzugs. Hier entscheidet sich, wer welches Risiko trägt.

Ein sauber strukturierter Vertrag schützt beide Seiten vor Streit nach dem Closing. Wir gestalten das SPA so, dass die Ergebnisse der Due Diligence, die kommerziellen Eckpunkte und die Vollzugsschritte widerspruchsfrei ineinandergreifen. Je präziser der Vertrag, desto reibungsloser der spätere Vollzug.

Die folgende Orientierung ordnet Ihre Ausgangslage ein und zeigt, welche Klauseln zu Ihrer Rolle passen. Mit dem SPA-Klauselcheck gehen Sie die zentralen Bausteine durch, bevor wir den Vertrag gemeinsam ausgestalten.

Ihre Lage einordnen

Welche Vertragsbausteine sind für Sie entscheidend?

Beantworten Sie ein bis zwei Fragen zu Rolle und Schwerpunkt. Sie erhalten eine erste, unverbindliche Einordnung, worauf es bei Ihrem SPA ankommt.

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01 Frage 1

Stehen Sie auf Käufer- oder Verkäuferseite?

Käufer und Verkäufer ziehen beim SPA oft an gegenläufigen Enden: der eine sucht Absicherung, der andere klare Haftungsgrenzen.

Alle Pfade im Überblick

Übersicht aller Antworten.

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Als Verkäufer begrenzen Sie die Haftung über Höchstbeträge und Fristen und sichern den Vollzug Zug um Zug ab.

Aus Verkäufersicht steht die Begrenzung der Haftung im Vordergrund: Höchstbeträge (Cap), Haftungsgrenzen wie De-minimis und Basket sowie klare Verjährungsfristen sorgen dafür, dass Ihre Einstandspflicht kalkulierbar bleibt. Ein überzogener Garantiekatalog wird so auf ein tragbares Maß gebracht.

Ebenso wichtig ist der saubere Vollzug: Übergabe und Kaufpreiszahlung sollten Zug um Zug erfolgen, damit Sie nicht in Vorleistung gehen. Wir gestalten das SPA so, dass Ihre Haftungsgrenzen belastbar sind und der Vollzug Sie nicht in eine Vorleistungsfalle führt.

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Als Käufer sichern Sie verdeckte Risiken über einen belastbaren Garantiekatalog und gezielte Freistellungen ab.

Wenn Sie verdeckte Risiken fürchten, ist der Garantiekatalog Ihr wichtigstes Werkzeug: belastbare Zusicherungen zum Zustand des Unternehmens, Freistellungen für bekannte Risiken sowie eine Kaufpreisanpassung, falls sich Annahmen nicht bestätigen. So verschiebt sich das Risiko dorthin, wo es hingehört.

Wichtig ist das Verhältnis zur allgemeinen Gewährleistung nach ABGB: Vertragliche Garantien treten neben oder an die Stelle des gesetzlichen Regimes und müssen klar formuliert sein. Wir verzahnen Garantien, Freistellungen und Kaufpreismechanik so, dass die Ergebnisse der Due Diligence lückenlos abgebildet werden.

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Steht der Vollzug im Vordergrund, sorgen Vollzugsbedingungen, MAC-Klausel und eine klare Closing-Mechanik für Sicherheit.

Wenn Sie vor allem den Vollzug absichern wollen, rücken Vollzugsbedingungen (Conditions Precedent) in den Mittelpunkt: kartellrechtliche Freigaben, Zustimmungen von Vertragspartnern oder Gremien und der Nachweis der Finanzierung. Erst wenn diese Bedingungen erfüllt sind, findet das Closing statt.

Eine MAC-Klausel schützt Sie vor wesentlichen nachteiligen Veränderungen zwischen Signing und Closing, eine präzise Closing-Mechanik regelt die Abfolge der Vollzugshandlungen und die Übergabe. Wir definieren Bedingungen und Closing-Schritte so, dass der Vollzug ohne Stillstand und ohne Streit gelingt.

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Die Bausteine des SPA

Vertragsbausteine, Funktion und worauf es ankommt

Ein SPA setzt sich aus aufeinander abgestimmten Bausteinen zusammen. Die Übersicht zeigt, welche Funktion jeder Baustein erfüllt und worauf bei der Gestaltung zu achten ist.

Die zentralen Bausteine des Unternehmenskaufvertrags im Überblick
Vertragsbaustein Funktion Worauf es ankommt
Leistungspflichten Leistungspflichten Übertragung der Anteile oder Aktiva Präzise Bezeichnung des Kaufgegenstands
Garantien Garantien Zusicherungen zum Zustand des Unternehmens Vollständigkeit und Anknüpfung an den Stichtag
Freistellungen Freistellungen Absicherung bekannter Risiken Klare Auslöser und geregelte Abwicklung
Vollzugsbedingungen Vollzugsbedingungen Bedingungen vor Closing (Conditions Precedent) Realistische und erfüllbare Bedingungen
Haftungsregime Haftungsregime Cap, De-minimis, Basket und Fristen Ausgewogene Begrenzung für beide Seiten
Closing Closing Vollzugshandlungen Zug um Zug Lückenlose Abfolge und Übergabe

Die Tabelle bietet einen Überblick und ersetzt keine Prüfung des Einzelfalls. Welche Bausteine wie ausgestaltet werden, hängt von Struktur, Risikolage und Verhandlungsposition der Beteiligten ab.

Aufbau des Unternehmenskaufvertrags

Ein Unternehmenskaufvertrag folgt einem bewährten Aufbau. Nach der Definition von Kaufgegenstand und Kaufpreis regeln die Vertragsparteien die Garantien des Verkäufers, Freistellungen für bekannte Risiken sowie etwaige Kaufpreisanpassungen. Anhänge mit Jahresabschlüssen, Verträgen und Offenlegungslisten bilden die tatsächliche Grundlage der Zusagen.

Beim Share Deal ist der Kaufgegenstand der Geschäftsanteil oder die Aktie, beim Asset Deal die genau bezeichnete Sachgesamtheit aus Wirtschaftsgütern und Verträgen. In beiden Fällen verzahnen wir die Regelungen so, dass Kaufpreismechanik, Garantiekatalog und Vollzugsschritte aufeinander abgestimmt sind und keine Lücke entsteht.

Garantien und Haftung

Der Garantiekatalog ist das Herz des wirtschaftlichen Risikoausgleichs. Der Verkäufer sichert den Zustand des Unternehmens zu einem Stichtag zu, etwa zu Bilanzen, Steuern, Verträgen und Rechtsstreitigkeiten. Für bekannte Risiken treten Freistellungen hinzu, die einen konkreten Auslöser und eine geregelte Abwicklung brauchen.

Damit die Haftung für beide Seiten kalkulierbar bleibt, wird sie über ein Haftungsregime begrenzt: ein Höchstbetrag (Cap), Bagatellgrenzen wie De-minimis und Basket sowie eigene Verjährungsfristen. Das Verhältnis zur allgemeinen Gewährleistung nach ABGB ist dabei ausdrücklich zu klären, damit vertragliche Garantien und gesetzliches Regime nicht aneinander vorbeilaufen.

Signing und Closing

Bei größeren Transaktionen fallen Vertragsunterzeichnung (Signing) und dinglicher Vollzug (Closing) zeitlich auseinander. Beim Signing verpflichten sich die Parteien, beim Closing wird die Transaktion tatsächlich vollzogen: Anteile gehen über, der Kaufpreis wird gezahlt und die vereinbarten Vollzugshandlungen werden gesetzt.

Der Zeitraum zwischen Signing und Closing dient dazu, offene Voraussetzungen zu erfüllen, etwa kartellrechtliche Freigaben oder Zustimmungen Dritter. Wir definieren für diese Phase klare Verhaltenspflichten des Verkäufers, damit das Unternehmen im gewöhnlichen Geschäftsgang fortgeführt wird und sein Wert bis zum Closing erhalten bleibt.

Vollzugsbedingungen und Closing-Mechanik

Vollzugsbedingungen (Conditions Precedent) legen fest, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, bevor das Closing stattfindet. Typisch sind behördliche Freigaben, Zustimmungen von Vertragspartnern oder Gremien sowie der Nachweis bestimmter Finanzierungen. Sind die Bedingungen bis zu einem Stichtag nicht erfüllt, kann der Vertrag rückabgewickelt werden.

Die MAC-Klausel (Material Adverse Change) schützt den Käufer vor wesentlichen nachteiligen Veränderungen zwischen Signing und Closing. Tritt ein definiertes Ereignis ein, das den Wert des Unternehmens erheblich mindert, kann der Käufer vom Vollzug Abstand nehmen. Die Closing-Mechanik regelt schließlich die Abfolge der Vollzugshandlungen Zug um Zug, damit Übergabe und Kaufpreiszahlung lückenlos ineinandergreifen.

Warnsignale und nächste Schritte

Vorsicht ist geboten, wenn der Garantiekatalog nicht zu den Funden der Due Diligence passt, wenn das Haftungsregime ohne Cap und Bagatellgrenzen bleibt oder wenn Vollzugsbedingungen so weit gefasst sind, dass das Closing unsicher wird. Auch eine pauschale MAC-Klausel ist ein Warnsignal, weil sie im Streitfall selten trägt.

Der nächste sinnvolle Schritt ist ein strukturierter Durchgang durch die zentralen Klauseln und der Abgleich mit den Ergebnissen der Due Diligence. Wir gestalten das SPA von der Garantie bis zur Closing-Mechanik und begleiten den Vollzug von Signing bis Closing.

Diese Seite gibt einen allgemeinen Überblick zur österreichischen Rechtslage (Rechtsstand Juni 2026) und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Maßgeblich sind immer die konkreten Umstände Ihrer Transaktion.

FAQ

Häufige Fragen.

Was bedeutet die Abkürzung SPA? +

SPA steht für Share Purchase Agreement oder Asset Purchase Agreement, also den Unternehmenskaufvertrag über Anteile oder über einzelne Wirtschaftsgüter. Der Begriff bezeichnet das zentrale Vertragsdokument der Transaktion.

Warum fallen Signing und Closing oft auseinander? +

Häufig müssen vor dem Vollzug noch Voraussetzungen erfüllt werden, etwa kartellrechtliche Freigaben oder Zustimmungen Dritter. Diese Zeit liegt zwischen der Unterzeichnung und dem tatsächlichen Vollzug der Transaktion.

Was regelt eine MAC-Klausel? +

Eine MAC-Klausel gibt dem Käufer das Recht, bei einer wesentlichen nachteiligen Veränderung zwischen Signing und Closing vom Vollzug Abstand zu nehmen. Voraussetzung ist eine präzise Definition der maßgeblichen Ereignisse im Vertrag.

Wie wird die Haftung des Verkäufers begrenzt? +

Üblich sind ein Höchstbetrag (Cap), Bagatellgrenzen wie De-minimis und Basket sowie eigene Verjährungsfristen für Garantieansprüche. So bleibt die Einstandspflicht für beide Seiten kalkulierbar und das Verhältnis zur allgemeinen Gewährleistung nach ABGB klar geregelt.

Ihren Unternehmenskaufvertrag gestalten?

Wir strukturieren das SPA mit Blick auf Garantien, Vollzugsbedingungen und einen sicheren Closing-Ablauf. Rufen Sie an oder schreiben Sie uns.

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