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Information Memorandum beim Unternehmensverkauf

Teaser, Information Memorandum, Management-Präsentation und Prognosen müssen mit Offenlegung, Haftung und Non-Reliance abgestimmt sein.

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Hinter jeder Transaktion steht ein eingespieltes Team aus Rechtsanwälten, Juristen und Spezialisten. Fragen rund um den Unternehmenskauf prüfen wir mit Blick auf Struktur, Vertrag, Steuern und Haftung.

8. Juli 2026 · Mag. Bernhard Brandauer, Rechtsanwalt

Das Information Memorandum ist im Unternehmensverkauf mehr als ein schönes Verkaufsdokument. Es bündelt Geschäftsmodell, Zahlen, Markt, Kunden, Management, Chancen und Risiken. Käufer stützen darauf ihre erste Bewertung und entscheiden, ob sie ein Angebot legen.

Rechtlich heikel sind Prognosen, Normalisierungen, Marktannahmen und selektive Aussagen. Verkäufer wollen Interesse wecken. Gleichzeitig dürfen Verkaufsunterlagen nicht zu Haftungsfallen werden, wenn Aussagen später im SPA, in Garantien oder im Disclosure Letter anders behandelt werden.

Der Beitrag ergänzt unsere Texte zu Datenraum und Deal Readiness, Vendor Due Diligence und Disclosure Letter.

Verkaufsunterlagen einordnen

Sind IM und Prognosen haftungssicher vorbereitet?

Beantworten Sie zwei Fragen zu Versionierung und Haftungssteuerung.

Sie wissen schon, dass Sie eine Anfrage stellen wollen? Direkt zum Anfrageformular.

01 Frage 1

Sind Teaser, Information Memorandum und Management-Präsentation versioniert?

Ohne Versionierung ist später unklar, welche Aussage welchem Käufer vorlag.

Alle Pfade im Überblick

Übersicht aller Antworten.

01

Die Dokumentenbasis muss zuerst nachvollziehbar werden.

Erstellen Sie eine Versionsliste mit Empfängern, Datum, Unterlage, Annahmen und Freigabestand.

02

Die Verkaufsunterlagen sind kontrolliert vorbereitet.

Stimmen Sie Prognosen, Disclaimer, Offenlegung und SPA-Garantien fortlaufend miteinander ab.

03

Prognosen und Haftungshinweise brauchen Nachschärfung.

Prüfen Sie Annahmen, Management-Aussagen, Normalisierungen, Non-Reliance-Klauseln und Disclosure vor dem nächsten Versand.

Was in Teaser und Information Memorandum gehört

Der Teaser enthält nur eine verdichtete anonymisierte Erstinformation. Das Information Memorandum geht deutlich tiefer und beschreibt Geschäftsmodell, Kundenstruktur, Finanzzahlen, Management, Markt, Risiken und Transaktionslogik. Es sollte Interesse schaffen, aber keine ungeprüften Versprechen enthalten.

Prognosen, Businessplan und Management-Präsentation

Prognosen sind besonders sensibel. Sie beruhen auf Annahmen und sind keine garantierten Ergebnisse. Trotzdem können sie Käuferentscheidungen beeinflussen. Deshalb sollten Annahmen, Stichtage, Datenquellen und Sensitivitäten klar dokumentiert werden.

Haftung, Disclaimer und Non-Reliance

Disclaimer und Non-Reliance-Klauseln können helfen, ersetzen aber keine saubere Offenlegung. Entscheidend ist, wie Verkaufsunterlagen, Datenraum, Disclosure Letter und Garantiekatalog zusammenwirken.

Dokumentencheck

Verkaufsunterlagen und SPA abstimmen

Die Übersicht zeigt, welche Unterlagen miteinander konsistent sein sollten.

Prüffelder für Information Memorandum und Prognosen
Punkt Warum wichtig Vertragsfolge
Versionierung Versionierung Jede Aussage braucht Datum und Empfänger. Unterlagenliste mit Freigabestand führen.
Prognosen Prognosen Businesspläne sind annahmenabhängig. Datenquelle, Annahmen und Sensitivität dokumentieren.
Haftung Haftung Disclaimer allein löst das Problem nicht. IM, Disclosure Letter und SPA abstimmen.

Die Wirksamkeit von Haftungsbeschränkungen und Non-Reliance hängt von der konkreten Vertragsgestaltung ab.

Praxishinweis: Ein gutes Information Memorandum verkauft nicht durch Übertreibung. Es schafft Vertrauen, weil Zahlen, Annahmen und Risiken später im Datenraum nachvollziehbar bleiben.

FAQ

Information Memorandum beim Unternehmensverkauf.

Ist ein Information Memorandum rechtlich verbindlich? +

Es ist meist kein Kaufvertrag. Aussagen im Information Memorandum können aber für Vertrauen, Verhandlungen, Garantien und Haftungsfragen relevant werden. Deshalb sollten Inhalt, Annahmen und Empfänger dokumentiert sein.

Was bedeutet Non-Reliance im Unternehmenskauf? +

Non-Reliance bedeutet, dass der Käufer sich vertraglich nur auf bestimmte zugesagte Informationen stützen soll. Ob und wie weit das wirkt, hängt von Vertragsgestaltung, Offenlegung und Einzelfall ab.

Wie sollen Prognosen im Verkaufsprozess dargestellt werden? +

Prognosen sollten mit Annahmen, Stichtag, Datenquelle und Sensitivitäten versehen werden. Sie sollten nicht wie sichere Ergebnisse formuliert werden.

Themen
Information MemorandumUnternehmensverkaufPrognosenNon-Reliance

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