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M&A-Berater und Unternehmensmakler beim Unternehmensverkauf

Beratermandat, Erfolgshonorar, Exklusivität, Vertraulichkeit und Interessenkonflikte sollten vor dem Verkaufsprozess klar geregelt sein.

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Hinter jeder Transaktion steht ein eingespieltes Team aus Rechtsanwälten, Juristen und Spezialisten. Fragen rund um den Unternehmenskauf prüfen wir mit Blick auf Struktur, Vertrag, Steuern und Haftung.

9. Juli 2026 · Mag. Bernhard Brandauer, Rechtsanwalt

Wer ein Unternehmen verkauft, bindet häufig M&A-Berater, Corporate-Finance-Berater oder Unternehmensmakler ein. Diese Begleitung kann Käuferzugang, Prozessdisziplin und Marktvergleich bringen. Rechtlich zählt aber zuerst, welches Mandat erteilt wird und welche Vergütung bei welchem Erfolg geschuldet ist.

Nicht jeder Beratervertrag ist gleich. Manche Leistungen sind reine Beratung, andere ähneln einer Vermittlung. Je nach Ausgestaltung stellen sich Fragen zu Exklusivität, Erfolgshonorar, Aufwandsersatz, Vertraulichkeit, Interessenkonflikten und Abbruchkosten.

Der Beitrag ergänzt das Bieterverfahren beim Unternehmensverkauf und den Beitrag zu LOI und NDA.

Mandat einordnen

Ist das Beratermandat rechtssicher aufgesetzt?

Beantworten Sie zwei Fragen zur Rolle und Vergütung.

Sie wissen schon, dass Sie eine Anfrage stellen wollen? Direkt zum Anfrageformular.

01 Frage 1

Ist klar, ob der Berater berät, vermittelt oder den Prozess steuert?

Die Vergütung hängt stark von Rolle und Leistungsbild ab.

Alle Pfade im Überblick

Übersicht aller Antworten.

01

Die Beraterrolle muss zuerst definiert werden.

Beschreiben Sie, ob reine Beratung, Vermittlung, Prozessführung oder eine Kombination vereinbart wird.

02

Das Mandat ist strukturiert vorbereitet.

Prüfen Sie jetzt Erfolgshonorar, Exklusivität, Kündigung, Vertraulichkeit und Interessenkonflikte im Vertragsentwurf.

03

Die wirtschaftlichen Folgen sind noch zu unklar.

Regeln Sie Provisionsfall, Aufwandsersatz, Exklusivität, Tail Period, Abbruchkosten und Vertraulichkeit vor Mandatsbeginn.

Beratung, Vermittlung oder Prozesssteuerung

Ein M&A-Berater kann Unternehmensunterlagen aufbereiten, Käufer ansprechen, ein Bieterverfahren strukturieren oder Verhandlungen begleiten. Ein Unternehmensmakler kann stärker auf Vermittlung eines Abschlusses ausgerichtet sein. Die rechtliche Einordnung folgt dem tatsächlichen Leistungsbild.

Erfolgshonorar, Aufwandsersatz und Tail Period

Beim Erfolgshonorar muss klar sein, welcher Erfolg gemeint ist. Reicht ein LOI, braucht es Signing oder erst Closing? Zusätzlich ist zu regeln, ob abgebrochene Verhandlungen, spätere Transaktionen mit vorgestellten Käufern oder Teilverkäufe eine Zahlung auslösen.

Exklusivität, Vertraulichkeit und Interessenkonflikte

Ein Exklusivmandat kann sinnvoll sein, weil es Prozessdisziplin schafft. Es kann den Verkäufer aber auch binden, wenn der Berater nicht aktiv genug arbeitet. Deshalb braucht es Laufzeit, Kündigungsrechte und messbare Pflichten.

Vertragscheck

Beratermandat vor Prozessstart klären

Die Übersicht zeigt die wichtigsten Punkte im M&A-Beratervertrag.

Prüffelder für M&A-Berater und Unternehmensmakler
Punkt Warum wichtig Vertragsfolge
Rolle Rolle Die rechtliche Einordnung folgt der Tätigkeit. Leistungsbild und Verantwortlichkeit beschreiben.
Honorar Honorar Unklare Erfolgsdefinitionen führen zu Streit. Signing, Closing und Tail Period präzise regeln.
Exklusivität Exklusivität Bindung kann nützen oder blockieren. Laufzeit, Kündigung und Aktivitätspflichten vereinbaren.

Ob Maklerrecht, Dienstvertrag oder Mischform vorliegt, hängt vom konkreten Leistungsbild ab.

Praxishinweis: Ein Beratermandat sollte vor der Käuferansprache unterschrieben und verstanden sein. Nach dem ersten Interessentenkontakt ist die Verhandlungsposition für Honorarfragen oft schlechter.

FAQ

M&A-Berater und Unternehmensmakler.

Wann fällt ein Erfolgshonorar beim Unternehmensverkauf an? +

Das hängt vom Vertrag ab. Es sollte klar geregelt sein, ob ein LOI, Signing, Closing oder ein anderer Erfolg ausreicht und ob spätere Abschlüsse mit vorgestellten Interessenten erfasst sind.

Ist ein Exklusivmandat beim Unternehmensverkauf sinnvoll? +

Es kann sinnvoll sein, wenn ein strukturierter Prozess gewünscht ist. Der Verkäufer sollte aber Laufzeit, Kündigungsrechte, Aktivitätspflichten und Ausnahmen klar regeln.

Welche Vertraulichkeit braucht ein M&A-Berater? +

Der Berater sollte umfassend zur Vertraulichkeit verpflichtet sein. Das umfasst Unternehmensdaten, Käuferlisten, Verhandlungsstand, Preisvorstellungen und interne Planungen.

Themen
M&A-BeraterUnternehmensmaklerErfolgshonorarUnternehmensverkauf

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