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Vertrag & Garantien

Franchisebetrieb kaufen: Franchisevertrag, Zustimmung und Standortrechte absichern

Beim Kauf eines Franchisebetriebs entscheiden Franchisegeber, Systemhandbuch, Standortrechte, Warenbezug und Markenlizenz, ob der Käufer den Betrieb fortführen kann.

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28. Juni 2026 · Mag. Bernhard Brandauer, Rechtsanwalt

Beim Kauf eines Franchisebetriebs kauft der Erwerber nicht nur einen Standort, sondern ein Bündel aus Franchisevertrag, Zustimmung des Franchisegebers, Standortrechten, Markenauftritt und laufenden Systempflichten.

Der Beitrag grenzt diesen Fall von einem normalen Unternehmenskauf ab: Ohne Zustimmung und Fortführungsmöglichkeit im Franchisesystem kann der Betrieb trotz Kundenstamm und Einrichtung seinen Wert verlieren.

Entscheidend sind daher Vertragslaufzeit, Gebietsschutz, Umbaupflichten, Gebühren, Warenbezug und die Frage, ob der Käufer als neuer Franchisenehmer akzeptiert wird.

Ihre Lage einordnen

Wie gut ist dieser Erwerbsfall vorbereitet?

Beantworten Sie ein bis zwei Fragen. Sie erhalten eine erste Einordnung, welche Punkte vor Signing oder Closing zu klären sind.

Sie wissen schon, dass Sie eine Anfrage stellen wollen? Direkt zum Anfrageformular.

01 Frage 1

Liegt der Franchisevertrag mit Laufzeit, Übertragungsregel, Gebietsschutz, Gebühren und Standortrechten vollständig vor?

Der Franchisevertrag bestimmt, ob der Betrieb nach Closing überhaupt unverändert weitergeführt werden kann.

Alle Pfade im Überblick

Übersicht aller Antworten.

01

Zuerst muss der Franchisevertrag vollständig offengelegt und rechtlich geprüft werden.

Verlangen Sie Vertrag, Handbuchauszüge, Gebührensystem, Gebietsschutz, Lieferbindungen, Qualitätsprüfungen, Abmahnungen und sämtliche Korrespondenz zur Übertragung.

02

Der Franchise-Erwerb ist strukturell gut vorbereitet.

Machen Sie die Zustimmung des Franchisegebers, Schulungsnachweise und Standortrechte zu Closing-Unterlagen und sichern Sie Gebühren, Umbaupflichten sowie Gebietsschutz im Vertrag ab.

03

Zustimmung, Standortrecht oder Systempflichten müssen vor Signing geklärt werden.

Ohne klare Zustimmung sollte der Käufer weder Kaufpreis fällig stellen noch Umbau- oder Eintrittskosten übernehmen. Regeln Sie Rücktritt, Kostenersatz und Freistellung für alte Systemverstöße.

Franchisevertrag als eigentlicher Wertträger

Der Standortumsatz allein sagt wenig, wenn der Franchisevertrag bald ausläuft, nicht übertragbar ist oder keinen belastbaren Gebietsschutz enthält. Käufer sollten Laufzeit, Kündigungsrechte, Zustimmungsvorbehalte, Eintrittsgebühren, laufende Gebühren und Warenbezugsbindungen vor dem indikativen Angebot kennen.

Auch Systemhandbuch, Marketingpflichten, Reporting, Auditrechte und Qualitätsprüfungen gehören in die Prüfung. Sie zeigen, welche Kosten nach Closing entstehen und ob der Käufer die Systemanforderungen tatsächlich erfüllen kann.

Zustimmung des Franchisegebers und neue Eignungsprüfung

Viele Franchiseverträge lassen eine Übertragung nur mit Zustimmung des Franchisegebers zu. Diese Zustimmung kann an persönliche Eignung, Bonität, Schulungen, Vertragsbeitritt oder einen neuen Franchisevertrag gebunden sein.

Der Kaufvertrag sollte daher nicht so tun, als sei die Zustimmung eine Formalität. Besser ist eine klare Closing Condition mit Zustimmungsform, Frist, erlaubten Auflagen und Rechtsfolge, falls der Franchisegeber ablehnt oder nur zu schlechteren Bedingungen zustimmt.

Standort, Mietvertrag und Gebietsschutz zusammendenken

Bei Franchisebetrieben hängen Franchisevertrag und Standortrecht eng zusammen. Ein guter Standort nützt wenig, wenn Mietvertrag, Konkurrenzschutz im Center, Gebietsschutz oder Umbauauflagen nicht gesichert sind.

Zu prüfen sind Mietdauer, Verlängerungsoptionen, Zustimmung des Vermieters, Corporate-Design-Pflichten und Investitionsbedarf. Bekannte Standortmängel oder Systemverstöße sollten als Freistellung oder Kaufpreisanpassung geregelt werden.

Prüfpunkte

Franchisegeber, Standort und Gebühren vor dem Kauf

Diese Übersicht zeigt, welche Spezialfragen bei diesem Thema nicht in allgemeinen Klauseln untergehen dürfen.

Franchisebetrieb kaufen: Franchisevertrag, Zustimmung und Standortrechte absichern
Punkt Warum wichtig Vertragsfolge
Franchisevertrag Franchisevertrag Übertragbarkeit, Laufzeit, Gebühren und Systempflichten bestimmen den Wert. Vertrag und Handbuch als Datenraum-Pflicht, Garantien zur Vollständigkeit.
Franchisegeber Franchisegeber Ohne Zustimmung kann der Käufer das System nicht nutzen. Zustimmung, Schulung und Eintrittsbedingungen als Closing Condition.
Standort Standort Mietvertrag, Gebietsschutz und Umbaukosten entscheiden über Fortführung. Vermieterzustimmung, Standortgarantien und Kostenregelung aufnehmen.

Die Übersicht ersetzt keine Prüfung des Einzelfalls, zeigt aber die typischen Risikofelder dieses Erwerbstyps.

Praxishinweis: Der Kaufvertrag sollte erst wirklich scharf werden, wenn Franchisegeber und Vermieter ihre Zustimmungslage bestätigt haben. Sonst zahlt der Käufer für einen Standort, den er nicht im System fortführen kann.

FAQ

Franchisebetrieb kaufen: Franchisevertrag, Zustimmung und Standortrechte absichern.

Braucht der Käufer eines Franchisebetriebs die Zustimmung des Franchisegebers? +

In vielen Fällen ja. Franchiseverträge enthalten regelmäßig Zustimmungsvorbehalte, Eignungsprüfungen oder Vorgaben für einen Vertragsbeitritt. Diese Punkte sollten vor Signing geklärt werden.

Welche Kosten werden bei Franchisebetrieben oft übersehen? +

Übersehen werden häufig Eintritts- oder Schulungskosten, laufende Franchise- und Marketinggebühren, Warenbezugsbindungen, Umbaupflichten und Kosten aus früheren Systemverstößen.

Warum ist der Mietvertrag beim Franchisebetrieb so wichtig? +

Der Standort ist meist Teil des wirtschaftlichen Konzepts. Wenn Mietdauer, Verlängerungsoption, Vermieterzustimmung oder Konkurrenzschutz nicht passen, sinkt der Wert des gesamten Franchisebetriebs.

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